Barrierefreiheit für alle!

Statement von der Jahrestagung  des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen am 8. und 9. 11. 2012 in Wien

Autorin: Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen
November 2012

Barrierefreiheit für alle!

Den 57 Frauen- und Mädchenberatungsstellen des Netzwerks ist Barrierefreiheit ein großes Anliegen!

Damit ihre Angebote möglichst vielen Frauen zugute kommen, müssen Beratungsstellen leicht erreichbar und für alle zugänglich sein. Es geht aber auch darum, Barrieren in den Köpfen abzubauen. Die österreichischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen wollen ihre Türen für Frauen und Trans*Personen aller Altersstufen und aus vielfältigen sozialen und kulturellen Zusammenhängen öffnen. Sie sind daher bemüht, Beratungen und andere Angebote leicht verständlich und mehrsprachig zu gestalten und kostenlos und anonym anzubieten.

Die 57 österreichischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen werden großteils durch die öffentliche Hand finanziert. Wenn die Barrierefreiheit bauliche Kosten erfordert, fühlen die Fördergeber sich aber nicht zuständig. Für notwendige Umbaukosten müssen die Trägervereine selbst aufkommen. Das stellt die Vereine, die seit Jahren mit Kürzungen kämpfen, vor große Probleme. Angesichts der knappen Budgets, mit denen sie wirtschaften müssen, lässt sich die bewährte Qualität ihrer Dienstleistungen nur mit großer Mühe aufrecht erhalten. Zusätzliche Umbaukosten können einen Verein an den Rand seiner Möglichkeiten bringen. Die österreichischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen fordern daher die Fördergeber auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Barrierefreiheit soll kein Schlagwort bleiben, sondern tatsächlich ermöglicht werden!